* * * Jubliläumsfeier 30 Jahre Kleingartenverein * * *

 

 

Die Geschichte des Kleingartenvereins Neuried e.V.


Im Jahr 1978 wurde nach langen Debatten im Gemeinderat die geplante Kreisstraße M 4 Nord von der Forstenrieder Straße durch den Weichselgarten nach Großhadern einstimmig verworfen. Damit war der Weg frei, auf diesem Grundstück eine Kleingartenanlage zu planen. Zur Verfügung stand eine Fläche von 570 Meter Länge und 30 bis 35 Meter Breite. Anfang 1984 wurde endgültig beschlossen, dieses Gelände für eine Kleingartenanlage mit einem durchgehenden Fußweg vorzusehen. So konnte der Kleingartenverein Neuried am 15. Mai 1985 gegründet werden In einer Informationsveranstaltung am 14. Januar 1985, zu der etwa 80 Bürger erschienen, wurde das Pro und Contra einer Kleingartenanlage diskutiert. Der damals amtierende Bürgermeister Ladislaus Wolowicz als Moderator wurde von Walter Daschner (1.Vorsitzender des Kleingartenvereins Germering), Willi Maaß (Geschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer Kleingärtner e.V..), Landschaftsarchitekt Eckehard Müller (Planer von Germering) und Architekt Frank Müller - Diesing (Ortsplaner von Neuried) unterstützt. Dias und ein Videofilm wurden von Herrn Andreas Rothascher (Leiter des Neurieder Bauamtes) gezeigt. Als Kosten für Gartenhaus und Erschließung wurden 20.000 bis 25.000 DM genannt. In einem ersten Bauabschnitt sollten 20 Parzellen erstellt werden. Das Grundstück hierfür war zum größten Teil im Besitz der Gemeinde Neuried. Der Bebauungsplan sah vor, dass in der Anlage auch ein Gemeinschaftshaus und für den öffentlichen Teil Ruhebänke und ein Spielplatz mit Tischtennisplatten aufgestellt werden. Ein Kleingarten konnte an die Bewerber nur über einen zu gründenden Kleingartenverein verpachtet werden. Auf dem Nachhauseweg waren Gerd Disselborg und Hermann Rümmelein sich einig, dass sie die Initiative zur Gründung eines Kleingartenvereins ergreifen müssten. Sie hofften, dass sich auf Grund der relativ hohen Kosten nicht allzu viele potentielle Bewerber abschrecken lassen würden, einen Garten zu pachten. In einer Vorbesprechung mit acht Bewerbern am 14. Februar 1985 in der Gaststätte Lorber in Neuried wurde beschlossen, die an einem Garten interessierten Neurieder anzuschreiben und mit Brief vom 11. März 1985 aufzufordern. sich bei Gerd Disselborg oder Hermann Rümmelein zu melden. Diese beiden haben dann zur Vereinsgründung am 15. Mai 1985 eingeladen. Die in der Zwischenzeit mit Herrn Maaß vorbereitete Satzung wurde an diesem Tag besprochen und verabschiedet. Damit hatte die Gemeinde nach Wahl der Vorsitzenden Gerd Disselborg (1.), Hermann Rümmelein (2.), Werner Buchholz (Kassier), Dieter Heinich (Schriftführer) und Irene Scheutzow (Beisitzerin) Ansprechpartner für die Errichtung einer Kleingartenanlage in Neuried. In das Vereinsregister beim Amtsgericht München wurden wir am 5. September 1985 als Verein eingetragen. Der Gemeinderat genehmigte am 10. Juni 1986 Einzelheiten des Bebauungsplanes und beauftragte die Landschaftsarchitekten Stefanie Jühling und Otto A. Bertram aus München mit der Errichtung der Anlage. Am 8. November 1986 lud uns Herr Schuh von der Firma Merkur - Hausbau aus Planegg zur Besichtigung der Fertigungsstätten für Gartenhäuser nach Aich - Oberpframmern ein. Die Fa. Hummel besuchten wir am 19. Nov. 1986 in Ottobeuren. Jeder konnte sich so ein Bild seines "Hauses", das er bestellen wollte, machen. In die Auswahl haben wir dann drei verschiedene Haustypen ( 1 x Merkur, 2 x Hummel ) aufgenommen. Jeder Parzellenbesitzer musste über den Verein sein Gartenhaus bei der Gemeinde genehmigen lassen, wie richtige Häuslebauer. Am 12. Dezember 1986 konnten wir endlich die Parzellen an die Neurieder Gartler vergeben. Im Dezember 1986 wurden bereits die Wasserleitungen verlegt und Anfang März 1987 begannen die Erdarbeiten. Nach Bestellung der Gartenhäuser im Winter 1986 wurden im April 1987 die ersten Fundamente hergestellt. Für drei Münchner Bewerber erhielten wir am 17. Juli 1987 die gemeindliche Zustimmung. Nach Aufstellung der Häuser ab April 1987 wurde immer öfter zur "Hebweih" eingeladen. Auch das Säen und Pflanzen konnte nun beginnen. Erst Ende 1987 waren die Zäune fertig. Insgesamt waren damit von 20 Parzellen 12 Gärten vergeben. Weitere Gärten wurden im Mai 1988 und im Jahr 1990 vergeben. 1987 wurden als Schriftführer Horst Keese und Walter Forster zum Beisitzer gewählt. Der Weg durch die Anlage erhielt den Namen des langjährigen Grundschulleiters und Gemeinderatsmitgliedes Rudolf Kammerbauer. Die offizielle Einweihung der Anlage am 23. Juli 1988 wurde mit dem damaligen Bürgermeister Ladislaus Wolowicz, den Gemeinderatsmitgliedern, Herrn Maaß, Herrn Schuh, Herrn Weiler, den Architekten und vielen weiteren Gästen gefeiert. Aufnahmen von damals zeigen bereits Sträucher und kleine Bäume, sowie Blumen und Rasen. Die Anlage wirkt als eine gelungene Kombination aus Kleingärten und öffentlicher Grünanlage mit Ruhebänken, Spielplatz, und einem nostalgischen Pumpbrunnen. In zahlreichen Gemeinschaftsarbeiten wurden die von den Kleingärtnern eingebrachten Verbesserungen für unsere Veranstaltungen geleistet. Für Komposter erhielten wir 1987 über die Gemeinde Zuschüsse vom Landratsamt. Die von der CSU 1989 gespendete Kastanie und der von der SPD überreichte Sonnenschirm sind ein Anfang für unseren kleinen "Biergarten". Beides begleitet uns bei unseren alljährlichen Sommerfesten. Bei unseren gemeinsamen Ausflügen, z.B. nach Weihenstephan, Forst-Kasten, Gartenanlagen Germering und München Land in Sonne, "Buga" Stuttgart, IGA-Gelände München und Landesgartenschau in Augsburg, Freising- Weihenstephan, Forstenrieder Park und Isartal, Landesgartenschau in Neumarkt, Kleingartenanlage Germering ,Landesgartenschau Memmingen, Andechs, Glentleiten, Buga Burghausen, Botanischer Garten, Gars am Inn / St. Wolfgang, Starnberger See und Buchheim Museum haben wir viele neue Eindrücke gewonnen, die wir - soweit möglich - in unseren Gärten verwirklichen. Zum alljährlichen Weihnachtsfest hören wir Stubenmusik, Weihnachtsgeschichten oder sehen Videos mit Aufnahmen von Neuried (800 - Jahrfeier) oder Gärten in England. Hin und wieder veranstalten wir eine kleine Tombola und wenn wir ganz brav waren kommt sogar manches Mal der Nikolaus vorbei. Im Jahr 1991 wurde Willi Frischmann Beisitzer. Im Januar 1995 schied Gerd Disselborg aus dem Vorstand aus. Wolfgang Heigl wurde als 2. Vorsitzender und Hermann Rümmelein zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am 12. Juni 1997 konnten wir die Erweiterung unseres Gemeinschaftshauses feiern, welches von den Mitgliedern auch für private Veranstaltungen genutzt werden kann. 1999 wurde Franz Kressierer für den verstorbenen Wolfgang Heigl zum zweiten Vorsitzenden gewählt. 2005 übernahmen Elfi Denk die Aufgabe der Kassiererin und Gerlinde Biehaule die Schriftführung. Seit Bestehen des Kleingartenvereins hatten wir 9 Pächterwechsel Als neue Aufgabe stellen wir uns eine Erweiterung der Anlage vor. Dabei hoffen wir auf die tatkräftige Unterstützung unserer derzeit amtierenden 1. Bürgermeisterin, Ilse Weiß. Wie jedes Jahr wünscht sich der Gärtner so viel Regen wie nötig und Sonnenschein wie möglich, um den Garten genießen zu können.